Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Spielerdiskussionen rund um "Das große Turnier"
Alexxela
Beiträge: 10
Registriert: 8. Oktober 2018, 22:48

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Alexxela » 19. Juni 2019, 11:30

Falls vom Rest jemand reinschaut:
Warum oder warum nicht würdet ihr Kämpferinnen spielen?
Also jetzt Kämpferin in Bezug auf Nahkämpferin:
Der Nahkampf ist definitiv nicht meins. Hab's ausprobiert und hat mir wenig bis gar keinen Spaß gemacht.
Wenn Kampf dann Bogen (oder Maggie ;) ) - aber damit kann man ja keine Ritterin spielen...
Lizentiatin Raska Shabrasuni - Medica - SH2, ST1, KuT2, WK3, BZ3, SH3; -; {DgT}

Shalyriel
Beiträge: 2
Registriert: 9. Oktober 2018, 11:04

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Shalyriel » 19. Juni 2019, 12:10

Hm... mir liegt die Kämpfer-Rolle glaube ich einfach nicht. Ich habe auch im P&P nur wenige tatsächlich Kämpfer-Chars.

Ansonsten fehlt mir mEn OT die KK ... oder die GE, um fehlende KK auszugleichen. ... Will heißen, ich halte mich nicht für kräftig und/oder fit genug, um glaubwürdig Kämpfer darzustellen.

Ich gehe auf Con mit meinen Chars zwar schon mal mit den den Kampf, aber für gewöhnlich nicht an vorderster Front.

Fernkämpfer könnte ich mir noch vorstellen; auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht gut durch Wald und Wiesen joggen kann, um mal eben kurz scouten zu gehen, oder mal schnell das Lager/die Truppe zu warnen.

Fanalanthir
Beiträge: 16
Registriert: 20. Mai 2019, 19:02

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Fanalanthir » 19. Juni 2019, 12:30

Mich würde ergänzend interessieren, dass wenn man schon Kriegerinnen spielt, nicht auch Ritterinnen und Rondrageweihte spielt.

Bieninger
Beiträge: 2
Registriert: 17. Juni 2019, 21:21

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Bieninger » 19. Juni 2019, 12:52

Mich hat da bisher auch Ausrüstung und Koordination abgeschreckt. Dazu kommt, dass man als Ritterin also gebildeterer Kämpfer um gründliche Kenntnisse von IT Politik etc schwer drum rum kommt. Deswegen hab ich bisher Handwerker vorgezogen, bei denen ich das was ich kann auch einigermaßen darstellen kann.

Dass ich jetzt mal als Knappin mitkämpfen kann, liegt an viel geliehener Rüstung, die auch größer ausfallen darf, um mich mehr nach junger Knappin aussehen zu lassen, sowie einem selbstgenähten recht experimentellen Gambeson, der jetzt eigentlich auch durch eine beweglichere Version ersetzt werden muss.

Ausserdem habe ich das Glück gerade eine Hema-Gruppe mit nem recht hohen Frauenanteil gefunden zu haben. Davor hatte ich einen Unisportkurs besucht, der eher den Schwerpunkt im Eskrima hatte, aber die Trainerin war selber nicht groß und hat gerne hervorgehoben, wie leicht es doch ist die Oberhand zu gewinnen, wenn mal einmal in den Nahbereich des Gegners kommt. Schwierig beim rondragefälligen Turnier aber spätestens im Buhurt ein wichtiger Punkt für kleine Kämpfer?

Benutzeravatar
Alma
Beiträge: 21
Registriert: 8. Januar 2019, 09:56
Wohnort: Freiburg

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Alma » 19. Juni 2019, 12:56

Ich zähl mich mal so halbwegs zum Rest...
Ich hab einen kämpfenden SC, der aber auch nur Helm und Gameson benutzt und im Moment aus sowohl IT- als auch OT-Gründen nicht kampftauglich ist.

Warum sonst nicht? Zum einen aufgrund mangelnder Fitness. Momentan schnaufe ich schon, wenn ich mich ungerüstet mal ein paar Minuten schneller bewegen soll als Gehen und normales Treppensteigen. Ich kann es nicht leiden zu schwitzen und bin auch OT ein gewaltiger Sportmuffel.
Zum anderen kann ich nicht ordentlich kämpfen und sehe wie auch einige Vorrednerinnen nicht, daß sich an Zeit, Energie und Gelegenheiten etwas ergibt, das zu ändern. Ich will niemandem wehtun, wenn ich da herumfuchtele ohne zu wissen, was ich tue. Vom Sich-lächerlich-machen gegenüber anderen Kämpfern red ich da mal gar nicht.
Davon, speziell Ritter zu spielen, würde mich zusätzlich noch abschrecken, daß man wie gesagt teure Ausrüstung braucht, und daß mir das Spielen von Adligen an sich nicht liegt.

Woran es nicht liegt: Angst, auf die Mütze zu kriegen. Ich hab mit Begeisterung nur mit nem Dolch und nem Turmschild im Schildwall ganz vorne gestanden, wo man nur schrittweise vorrückt und gegenhält und dann ordentlich weggekloppt wird. Und ich bin sehr gern ein ungerüsteter, waffenloser Untoter oder dergleichen, der sich an Gepanzerten festkrallt, sinnlos in deren Waffen läuft oder sonstwie vermöppt wird. Kein Ding. Mit Rüstung signalisiert man aber irgendwie, daß man es aufs Kämpfen anlegt, wenn ihr versteht, was ich meine.

Benutzeravatar
Halrech
Beiträge: 24
Registriert: 8. Oktober 2018, 19:51

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Halrech » 19. Juni 2019, 15:48

Was genau schreckt denn an der Ausrüstung ab?

Also wenn man schon (Aus-)Rüstung für Kämpfercharaktere hat, dann ist der Schritt zum Ritter*innen-Charakter eigentlich nicht mehr weit. Das teuerste an Rüstungen sind mMn Plattenteile und die hat kaum einer der Ritter auf dem Trunier getragen.
Klar, wenn man gar nichts an Rüstung besitzt, ist eine einfache Ausstattung (Gambi, Kettenhemd oder Brustpanzer, Arm-/Beinschienen und Helm) schon eine ordentlich Investition.
Wappenrock, Schildbezug, Banner o.ä. ist einfach genäht (sagt einer mit 2 linken Händen) und an Zivilklamotte unterscheidet sich Ritter*in nicht von anderen Adligen.
Es gab ja auch Ritter, die für ihren Stand recht arm sind, dann gibt es nur ein einfaches Zivilgewand und nicht so viel Rüstung/Waffen.

Ich habe zu dem Phänomen "(Fast) keine Ritterinnen, aber viele Knappinnen" (von einer LARPerin) gehört, dass Männer tendenziell selbstbewusster bzw. überheblicher sind, was ihre darstellerischen Fähigkeiten solcher Rollen anbelangt und Frauen tendenziell eher selbstkritischer sind und sich in die Charakterklasse über den Knapp*innen-Weg einspielen möchten.
Was haltet ihr (also Frauen und Männer) von dieser Aussage? Wie gesagt, es geht nur um statistische Mehrheiten, nicht darum, dass das immer so sei.
Answin Ulriklas Herdfried von Bluthechtingen-Friedwang, darpatischer Ritter - Silbertaler 2, Bruderzwist 4, Das Große Turnier
...auch bekannt als Silem Tobrius (Boroni & Zwölfgötterbündler), Hortwin (isenoher Gardist) und Wulfhelm (Leibwächter)

Benutzeravatar
Alma
Beiträge: 21
Registriert: 8. Januar 2019, 09:56
Wohnort: Freiburg

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Alma » 19. Juni 2019, 16:16

Halrech hat geschrieben:
19. Juni 2019, 15:48
an Zivilklamotte unterscheidet sich Ritter*in nicht von anderen Adligen.
Das wäre ja schonmal ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Wenn man noch gar nix adeliges hat, und auch keinerlei Stoff in der Truhe, der nach "ich werde nicht vom Pöbel getragen" schreit, ist die Ausstattung eines Ritters halt eine Hemmschwelle. Und es ist aufwändig, denn man muß sich erstmal nach einem Gefolge umsehen, auf das der sonst mit einem agierende Bekanntenkreis vielleicht keine Lust hat, und dessen Ausstattung muß auch ins Konzept passen... Wenn man einen neuen Char in eine schon bestehende Adelsgruppe mit Anhang integriert, ist das wohl einfacher.

Mal wieder aus meiner Sicht spricht auch der Transport gegen einen Char mit mehr Rüstung. Ich hab kein Auto und kann auch keines fahren. Selbst mit Almas "leichter Reiseausrüstung", also ohne Apotheke mit Glasflaschen und Holzkisten oder mit meiner stummen Leibeigenen (wenn ich Deko und Kram für die Orga mitbringe) komm ich auf locker über 30 kg Gepäck in für mich gerade noch manövrierbarem Volumen. Bei MFG geht das, aber meist muß ich wenigstens einen Teil der Strecke Zug fahren. Da ist mir auch nur ein zusätzliches Kettenhemd schlicht zu schwer.

Fanalanthir
Beiträge: 16
Registriert: 20. Mai 2019, 19:02

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Fanalanthir » 19. Juni 2019, 16:47

Halrech hat geschrieben:
19. Juni 2019, 15:48
Ich habe zu dem Phänomen "(Fast) keine Ritterinnen, aber viele Knappinnen" (von einer LARPerin) gehört, dass Männer tendenziell selbstbewusster bzw. überheblicher sind, was ihre darstellerischen Fähigkeiten solcher Rollen anbelangt und Frauen tendenziell eher selbstkritischer sind und sich in die Charakterklasse über den Knapp*innen-Weg einspielen möchten.
Was haltet ihr (also Frauen und Männer) von dieser Aussage? Wie gesagt, es geht nur um statistische Mehrheiten, nicht darum, dass das immer so sei.
Als jemand, der sowohl einen Ritter-Charakter (die als Knappe angefangen hat) als auch eine Novizin der Rondrakirche (wobei mir nahegelegt wurde als Novize anzufangen) spielt, kann ich folgende Dinge zu meinen Entscheidungen sagen:

Ritter/Knappe: Ich sah damals noch wie 18 aus (wenn man großzügig war) und auch wenn ich die kampferfahrenere von uns beiden war, hatte ich a) nicht die Ausrüstungs-(Möglichkeit) (ich bin so froh, dass es mittlerweile Kinderrüstungen gibt, Helme sehen an mir aber immernoch aus, als ob ich ein Kind mit zu großem Helm wäre) und b) fand ich es schöner einen Spieler mit meinem Spiel zu heben. Ritter mit Knappe wirkt gleich um einiges besser. Und ja ich fand die Idee fantastich mich Stück für Stück an die Rolle zu gewöhnen.

Geweihte/Novize: Mittlerweile deutlich älter (und ich habe noch einen Magielehrling, also wieder ein Charakter der bei 0 anfängt) hätte ich gerne eine Rondrageweihte gespielt, wurde aber damals von der Orga gebeten eine Novizin zu spielen (völlig okay, eine weitere Geweihte wäre einfach zu viel gewesen, ich war eine unbekannte Größe etc.). Diesmal bin ich aber nicht ganz so begeistert, auch wenn ich tatsächlich viel von den anderen Geweihten-Spielern lerne. Habe mir aber zum Ziel gesetzt irgendwann mal IT geweiht zu werden.

Aber: es gibt genug Spielerinnen da draußen, die Adlige Damen spielen. Das sind auch sehr anspruchsvolle Rollen, die ein Maß an Selbstpräsentation benötigen und da ordentliche Kleidung aufzutreiben ist nicht weniger aufwendig, als sich ne ordentliche Zivilkleidung machen zu lassen/ zu machen. Und hier sieht man viel weniger Herren, die sagen wir mal typische Höflinge spielen.

Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass die Grundlage auf der Frauen zu Ritter arbeiten, deutlich anders ist. Für männliche Ritter gibt es klar etablierte Linien, wie die aussehen können, bei Frauen ist das was ganz anderes. Sehe ich in Zivil dann aus wie ein Mann? Trage ich Kleider? Gibt es männliche zivile Kleidung, die optisch zu mir passt? Kann ich einen Mittelgrad wandern? Designe ich lieber meine eigene Linie (habe ich gemacht)?
Als ich damals recherchiert habe, gab es da sehr ernüchternde Diskussionen zum Thema: "Frauen-Ritter gab es nicht, also sollte es das auch hier nicht geben." oder "Wenn Frau einen Ritter spielt, dann soll sie gefälligst voll den Ritter raushängen lassen und dann nicht im Kleid rumrennen." usw. Was mir das gleich versaut hat und ich mir dachte, dass ich da lieber weiter Knappe spiele.

Ich hoffe das gibt dir einen Einblick

Benutzeravatar
Elli
Beiträge: 12
Registriert: 5. Oktober 2018, 08:30

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Elli » 19. Juni 2019, 16:53

Also wenn ich das hier so lese, muss ich mal ehrlich sagen... Habe die Ausrüstung (bis auf Helm) und die Sachen zu Hause, aber ich wollte keine Ritterin auf dem Turnier spielen. Doch so langsam habe ich allerdings schon Lust... :lol:
Mal sehen was beim nächsten Turnier passiert :)

Fanalanthir
Beiträge: 16
Registriert: 20. Mai 2019, 19:02

Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Fanalanthir » 19. Juni 2019, 17:19

Tuuuuuu es! Vielleicht sollten wir das nächste Mal ein Lager der 5 Ritterinnen aufmachen :lol:

Antworten