Minne

Spielerdiskussionen rund um "Das große Turnier"
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Halrech
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Minne

Beitrag von Halrech » 9. Juni 2019, 00:29

Habe 2-3 Fragen zur Minne:

1) Da die Minne ja keine potrntiell ehelichen oder erotischen Aspekte hat, sondern den/die Beminnte lediglich an Rondras statt preist, stände doch einer gleichgeschlechtlichen Minne nichts im Wege, oder?

2-3) Dürfen auch andere Turnierteilnehmer bzw verheiratete Charaktere beminnt werden?
Answin Ulriklas Herdfried von Bluthechtingen-Friedwang, darpatischer Ritter - Silbertaler 2, Bruderzwist 4, Das Große Turnier
...auch bekannt als Silem Tobrius (Boroni & Zwölfgötterbündler), Hortwin (isenoher Gardist) und Wulfhelm (Leibwächter)

Nijoba
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Re: Minne

Beitrag von Nijoba » 9. Juni 2019, 08:38

1. Auf jeden Fall.

2a. Andere: Absprechen
2b. Verheiratete: Das letzte Wort lasse ich der Traviakirche.

SL Frizzi
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Re: Minne

Beitrag von SL Frizzi » 9. Juni 2019, 11:19

Ja zu allen drei Punkten!

Die Minne ist die hohe Kunst der Verehrung einer anderen Person - das muss nicht nur rondrianisch geschehen, kann durchaus auch rahjanische oder sonstwie göttergefällige Vorzüge preisen. Dabei ist das ganze aber als keusche Verehrung bzw. platonische Liebe aus der Ferne zu verstehen - man möchte zwar Zeit miteinander verbringen und sich von den gepriesenen Vorzügen inspirieren lassen, aber es geht hier weder um Schlüpfrigkeiten noch um Sex (auch wenn natürlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass Minne in seltenen Fällen doch heimlich mal erhört wurde). Minne ist eine anerkannte, dienende Bitte um Gunst und das Versprechen, demjenigen mit den eigenen Fähigkeiten in Lobpreis zugetan zu sein. Sie geschieht in der Öffentlichkeit und muss sich nicht wie eine schmutzige kleine Affäre hinter Heimlichkeit und Lügen verstecken.

Irdisch historisch geschah es sogar oft, dass weit über einem stehende, verheiratete Frauen beminnt wurden. Der Ehemann fühlte sich davon vermutlich eher geschmeichelt, dass SEINE Frau auch bei Anderen so begehrt und verehrt war, wusste sich aber in Sicherheit, dass von dem Minnenden keine konkrete Gefahr für seine Ehe ausging.

Gleichgeschlechtliche Liebe ist in Aventurien unserer Ansicht nach im rahjanischen Sinne problemlos anerkannt, ebenso die brüderliche Verehrung der Großartigkeit einer Person gleichen Geschlechts. Beminnt ruhig jedermann, der eure Bewunderung verdient hat und macht euch ums Geschlecht dabei keine Gedanken. Einzig einem Kontrahenten euer Gunstband zukommen zu lassen, wenn er im gleichen Wettkampf kämpft wie ihr wäre irgendwie seltsam - denn demjenigen wünscht man ja den Sieg und fordert ihn auf, mit seiner vollen Hingabe für den Spender des Gunstbandes zu kämpfen und das führt zu seltsamen Loyalitätskonflikten, wenn der Spender selbst einer der den Sieg anstrebenden Teilnehmer ist. Gedichte, Lieder, kleine Geschenke und dergleichen sind aber auch zwischen Turnierteilnehmern unserer Ansicht nach jederzeit möglich und sorgen sicher für großartiges Spiel.

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Halrech
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Re: Minne

Beitrag von Halrech » 11. Juni 2019, 07:53

Danke für die Antworten.

Wie kann man sich so ein Gunstband vorstellen?
Answin Ulriklas Herdfried von Bluthechtingen-Friedwang, darpatischer Ritter - Silbertaler 2, Bruderzwist 4, Das Große Turnier
...auch bekannt als Silem Tobrius (Boroni & Zwölfgötterbündler), Hortwin (isenoher Gardist) und Wulfhelm (Leibwächter)

SL Frizzi
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Re: Minne

Beitrag von SL Frizzi » 11. Juni 2019, 09:37

Entweder ein langer Stoffstreifen - gerne bestickt, beschriftet oder bemalt, um ihn zu individualisieren - oder Tücher, Schals, Schärpen und dergleichen. Selbst Teile der Kleidung des Gönners (wie Nestelärmel oder ein Strumpfband) kann man als Gunstgabe vergeben. Geschenke oder Leihgaben jeglicher Art sind denkbar - die kann man nur nicht so gut im Kampf tragen wie ein Band, dass man um den Schwertarm oder am Gürtel tragen kann.

Es gibt da noch einen alten Link von den Turniertagen, wo man ihre Interpretation sehen kann: *klick*

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