Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Spielerdiskussionen rund um "Das große Turnier"
Thanatos
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thanatos » 18. Juni 2019, 14:12

Ich würde mich sehr über mehr Ritterinnen freuen, aber das ist ja nun allein Sache von Euch, den Spielerinnen.
Ihr müsst das wollen, sonst hilft alles nichts.

Die Körpergröße spielt keine Rolle - ich bin fast allen anderen Kerlen körperlich unterlegen, und spiele trotzdem (hoffentlich überzeugend genug) Kämpfer.
Es ist möglich, dieses Defizit auszugleichen, siehe Jelena von Ask. Diese Bronnjarin ist ein Biest, vor der Leute Angst haben!

Aufgrund unterschiedlicher körperlicher Vorraussetzungen den Turniermodus ändern möchte ich aber nicht. Treffer zählen ist rotzlangweilig! Ich kenne das aus meiner Larp-Anfangszeit von vor ca. 20 Jahren. Das fördert Gefuchtel, Gewinnenwollen und leichte Rüstung. Außerdem haben oft genug überforderte Schiedsrichter Treffer gezählt, die eher lächerlich waren.
Ein Turnier mit solchem Vorgehen werde ich meiden. Es ist gut so, wie es jetzt war. Ich kenne das seit vielen Jahren so und möchte es nicht mehr anders haben.

tha

Thela
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thela » 18. Juni 2019, 16:33

Oberoberhexe hat geschrieben:
18. Juni 2019, 13:01
Also ich kann sagen bei mir ist es so dass ich primär Charaktere spiele, sowohl im P&P als auch im Larp, die nicht viel Verantwortung haben. Ich bin lieber die Novizin als die Geweihte weil ich nicht so gut im spontan vor Menschenmengen Reden bin und mich da lieber hinter meinem Geweihten verstecke. Ich halte mich gerne ein wenig im Hintergrund weil da einfach ein bisschen das Selbstbewusstsein fehlt.
Bisher habe ich auch immer nur zweite Reihe gespielt, fühl mich da auch wohler. Aber ich glaube, genau das könnte auch so ein Problem sein. Es ist einfach viel angenehmer in der zweiten Reihe zu spielen, weil man dort weniger angreifbar ist. Sowas wird bei der Kindererziehung leider v.a. den Frauen (meiner Meinung) antrainiert, bloß nicht zu viel aufzufallen.

Thela
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thela » 18. Juni 2019, 16:36

Thanatos hat geschrieben:
18. Juni 2019, 14:12
Die Körpergröße spielt keine Rolle - ich bin fast allen anderen Kerlen körperlich unterlegen, und spiele trotzdem (hoffentlich überzeugend genug) Kämpfer.
Es ist möglich, dieses Defizit auszugleichen, siehe Jelena von Ask. Diese Bronnjarin ist ein Biest, vor der Leute Angst haben!
Eben das hat doch vorhin die Spielerin von Jelena von Ask gerade aber gesagt, dass es ihr unangenehm wäre, da mitzukämpfen eben weil es einen körperlichen Nachteil gibt. Da zählt auch die Masse mit ein ;) und nicht nur die Körpergröße.
Mit meinen 90 Kg hab ich mich ohne Probleme gegen jeden Mann in Rüstung stemmen können, das kann diese Spielerin ziemlich sicher nicht von sich behaupten. ;)

Thela
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thela » 18. Juni 2019, 16:45

Elli hat geschrieben:
18. Juni 2019, 13:14
Ich finde es unglaublich interessant, dass es tatsächlich eine Diskussion darüber gibt. Es gibt viele Frauen die einen Kämpferchar haben, doch eben keinen Rittertitel.
Nur weil es eine Ritterin gab, heißt es ja nicht, dass es weniger Frauen im Kampf gibt.
Ich denke, warum so ein großes Augenmerk darauf gelegt wurde, war, dass mein Chara sowohl OT als auch IT gehypt wurde, nur auf Grund ihres Geschlechts, oder sagen wir zu großem Teil wegen ihres Geschlechts.
Der Hintergrundgedanke wird wahrscheinlich gewesen sein, dass, so wie die Orga es mir geschildert hat, es Panik gab, dass zwar DSA vollkommen gleichberechtigt ist, aber dann auf dieser Con keine einizige Frau diese Gleichberechtigung auch darstellen würde. Ich hab mich relativ spät für das Turnier angemeldet, es gab da in unserer Gruppe nochmal einen Rollentausch, ich hätte eigentlich eine Heilerin/Hexe gespielt.

Die Frage ist, sollte man in Zukunft die Ritterinnen genauso hypen, oder sollte man mehr darauf achten, dass man wie es IT gesehen ist, es für normal erachtet. Das ist aber generell für unsere Gesellschaft leider leider nicht üblich. Ich mein, es gab ja gern die Aussage "Für ne Frau kämpft sie echt gut." Ich hab diese Aussage nur einmal über eine Knappin gehört und hab den Typen sofort IT zusammengestaucht. Aber genau sowas ist ja eigentlich eine OT Aussage, wenn man davon ausgeht, dass es IT 50-50 wäre.

Thanatos
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thanatos » 18. Juni 2019, 16:51

Thela hat geschrieben:
18. Juni 2019, 16:36
Thanatos hat geschrieben:
18. Juni 2019, 14:12
Die Körpergröße spielt keine Rolle - ich bin fast allen anderen Kerlen körperlich unterlegen, und spiele trotzdem (hoffentlich überzeugend genug) Kämpfer.
Es ist möglich, dieses Defizit auszugleichen, siehe Jelena von Ask. Diese Bronnjarin ist ein Biest, vor der Leute Angst haben!
Eben das hat doch vorhin die Spielerin von Jelena von Ask gerade aber gesagt...
Oh? Wo das?

tha

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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Nijoba » 18. Juni 2019, 16:53

Delta hat geschrieben:
18. Juni 2019, 13:23

Also wenn ich mich da mal in die Diskussion einmischen darf, das deckt sich nicht so wirklich mit der Darstellung des Mittelreichs (bzw. Aventuriens generell) im Fluff, "die Frau" die gleich stark ist wie "der Mann" ist in Aventurien die Regel, nicht die Ausnahme. Merkt man ja auch wenn man einen Blick auf die Erschaffungsregeln wirkt, wo keine menschliche Rasse einen wertetechnischen Unterschied zwischen Männern und Frauen kennt, Orks aber zB schon.
Huhu, Delta
dass es keine unterschiedlichen Erschaffungsregeln für menschliche Männer und Frauen gibt, hat garantiert mehrere Gründe, einer davon ist vermutlich der Versuch, die Regeln einfach zu halten, ein anderer sicher, krampfhaft Gleichheit zu demonstrieren. (Ganz am Anfang war meiner Meinung nach der Grund einfach, dass es ein Spiel von Männern für Männer war)
Orkfrauen kamen ja erst sowas von später als SC.
Und ja, in Aventurien wird sehr viel mehr körperlich gearbeitet als wir es heute tun, also sind alle kräftiger.
Und vielleicht fühlen sich ja auch nur die Frauen zu einem Heldenleben berufen, die kräftiger als der Durchschnitt der aventurischen Frauen sind.
Denn die Generierungsregeln sind für Helden - nicht für Alrike Normalbürgerin.



DKWDDK im LARP ist dann anders - weil wir nicht mehr so aussehen, als wären wir alle mit den gleichen Generierungspunkten erstellt worden.

Thela hat geschrieben:
18. Juni 2019, 16:45

Die Frage ist, sollte man in Zukunft die Ritterinnen genauso hypen, oder sollte man mehr darauf achten, dass man wie es IT gesehen ist, es für normal erachtet. Das ist aber generell für unsere Gesellschaft leider leider nicht üblich. Ich mein, es gab ja gern die Aussage "Für ne Frau kämpft sie echt gut." Ich hab diese Aussage nur einmal über eine Knappin gehört und hab den Typen sofort IT zusammengestaucht. Aber genau sowas ist ja eigentlich eine OT Aussage, wenn man davon ausgeht, dass es IT 50-50 wäre.
Dass es 50 % weibliche Kämpfer gibt, heisst ja noch lange nicht, dass sie wirklich von allen als gleichwertig zu männlichen Kämpfern angesehen werden müssen! Grade die Andergaster könnten da Vorbehalte haben - und natürlich muss Thela da widersprechen!

Thanatos
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thanatos » 18. Juni 2019, 16:59

Zum Hype:
Wie gesagt, ich freue mich über mehr Ritterinnen, aber im Spiel war es für mich völlig irrelevant, von wem ich verhauen werde. Weder würde ich eine Ritterin besonders bevorzugen, noch benachteiligen.
Dass es kein 50:50 Verhältnis wie in Aventurien vorgesehen gibt (das ist nunmal ein P&P), liegt aber in der Natur der Sache. Frauen spielen erfahrungsgemäß aus unterschiedlichen Gründen seltener kämpferische Rollen.
Man kann ja keine zwingen, aber ich frage mich, was ggf. an Unterstützung gewünscht ist. Bisher konnte das niemand sagen.

tha

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Re: Feedback

Beitrag von Thela » 18. Juni 2019, 17:11

Fanalanthir hat geschrieben:
18. Juni 2019, 11:23
Thela hat geschrieben:
18. Juni 2019, 09:57
Ich kann genauso verstehen, wenn Frauen, die nicht gerade meine Statur haben, keine Lust auf Kräfte messen im Ring haben (ich hab mich immer sicher gefühlt, also keine Sorge).
Das ist immer das Problem vor dem ich stehe. Normale Leute sind ja schon alle einen Kopf größer als ich und haben größere Schulterbeiten. Wenn dann da noch die üblichen Schrankwände vor einem stehen, bekomme ich muffensaußen.
Hier einmal das Zitat von Junivera von Wosna.
Zuletzt geändert von Thela am 18. Juni 2019, 17:23, insgesamt 1-mal geändert.

Thanatos
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Thanatos » 18. Juni 2019, 17:18

Ok, nachvollziehbar. Aber da muss Mann und Frau dann eben durch. Klingt fies, ist aber so nicht gemeint. Es ändert ja nun einfach nichts an der Realität, an der niemand Schuld ist. Ich bin auch kleiner und leichter als Du, habe es mir aber angewöhnt, mich von sowas nicht sonderlich beeindrucken zu lassen. Mein Kampf gegen Daniel (Der Nordmärker) hatte auch was von David gegen Goliath. ;)
Die Frage ist wieder: Wie können wir (als Spielerschaft) da helfen, ggf. Ängste zu nehmen und Spielerinnen zu motivieren?

tha

Fanalanthir
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Re: Frauenkämpfer/-ritter/-geweihte

Beitrag von Fanalanthir » 18. Juni 2019, 17:21

Nope, das war die Junivera von Wosna, die das gesagt hat. ;)

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